UNTERWASSERRUGBY



Saison: 2003/2004

 
 

3. April 2004

5. Spieltag 2. Bundesliga Nord in Paderborn
TORPEDO DRESDEN WIEDER ERSTKLASSIG!

Torpedo Dresden hat es am Sonnabend am letzten Spieltag in Paderborn geschafft, wieder in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Nach einem Jahr in der zweiten Liga gelang damit der sofortige Wiederaufstieg. Die Dresdner Mannschaft konnte sich den ersten Rang mit dem besseren Torverhältnis vor den Sportauchern aus Berlin sichern. Das knappe Endergebnis zeigt, daß die Konkurrenz in der Liga stärker geworden ist, im Vergleich zur Dresdner Aufstiegssaison vor zwei Jahren, als die Torpedos alle Spiele gewinnen konnten.

Das erste Spiel gegen den Tabellenzweiten Sporttaucher Berlin konnte in seiner Dramatik nicht mehr überboten werden. Bei einem Sieg der Dresdner wäre der erste Tabellenplatz schon gesichert worden, weil durch das Nicht- Antreten der zweiten Berliner Mannschaft BUR II die Torpedos an diesem Spieltag nur zwei Spiele zu bestreiten hatten (alle Spiele dieser Berliner Mannschaft wurden mit 0:2 Punkten und 0:20 Toren gewertet). Torpedo Dresden startete schwach und geriet schnell mit 0:1 in den Rückstand. Doch bis zum Ende der ersten Halbzeit drehte man das Spiel zum 3:1. Zum Beginn der zweiten Halbzeit geriet die Dresdner Mannschaft unter Dauerdruck der Berliner und bekam vier Gegentore innerhalb weniger Minuten. Gegen Ende konnte man nur noch auf 4:5 verkürzen.

Damit war klar, das man gegen den Tabellendritten Paderborn unbedingt gewinnen mußte. Doch das Dresdner Team konnte diesem psychischen Druck standhalten und besiegte im zweiten Spiel den SV Paderborn souverän mit 3:0. Somit geht es in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga Nord wieder gegen den diesjährigen Meisterschaftsfavouriten BUR Berlin, sowie Hannover, Bremen, Hamburg u.a.

Die besten Torschützen an diesem Spieltag waren Lars Richter und Peter Jordan mit je zwei Toren. In der ganzen Saison zeichneten sich die Torpedos neben der traditionell guten Defensive durch eine verbesserte Offensive aus, die sich auf alle Mannschaftsteile verteilte. Herausragende Torschützen in dieser Saison waren Wolfgang Brühan, Dirk Jobes und Lars Richter.

Thomas



Die Endergebnisse 2. Bundesliga Nord:

Platz  Mannschaft Punkte Tore Spiele
1.Torpedo Dresden  20:4  114:10 12
2. ST Berlin 20:4 85:23 12
3. SV Paderborn 17:7 82:15 12
4. BUR Berlin II 11:13 24:84 12
5. Stelle 8:16 35:81 12
6. Rostock 6:18 30:67 12
7. DUC Berlin 2:22 24:114 12

Torschützen Torpedo Dresden in dieser Saison:

» Torschützen Saison 2003/2004


Die Ergebnisse dieses Spieltages:

DUC Berlin  : SV Paderborn   0 : 12
Torpedo Dresden  : ST Berlin   4 : 5
Torpedo Dresden  : SV Paderborn   3 : 0
DUC Berlin  : ST Berlin   0 : 6
DUC Berlin  : BUR Berlin II   20 : 0
SV Paderborn  : BUR Berlin II   20 : 0
Torpedo Dresden  : BUR Berlin II   20 : 0
BUR Berlin II  : ST Berlin   0 : 20

Torschützen:

Torpedo Dresden : ST Berlin
LR    2
PJ    1
Thomas Jordan    1

Torpedo Dresden : SV Paderborn
BB    1
JM    1
PJ    1

 

AUFSTIEG!

Also zuerst möchte ich mal davon ausgehen, daß wir Tabellen-Erster sind. Ich habe zwar noch nicht in die Regeln gesehen, aber wozu sollte man ein Spiel 0:20 werten, wenn man dann die Mannschaft ganz aus der Wertung nehmen möchte.

Also ... Siiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeg!

In meinen Augen war dieser Spieltag in Paderborn ein ganz besonderer mit ganz neuen Erfahrungen. Doch vorerst die Aufstiegstruppe von Paderborn:

  • Tor: Heide, Beate, Wolli
  • Abwehr: Lars, Micha R., Bert, Holger
  • Sturm: Jens, Norbert, Jordan-Team

Da der BUR II nicht nach Paderborn kam, wurden an diesem Spieltag nur vier Spiele ausgetragen. Wir hatten das zweite gegen die Sporttaucher aus Berlin. Bei einem Sieg wären wir schon Meister gewesen und alles wäre klar. Eine Niederlage hätte die ganze Sache noch spannend gemacht, weil die Sporttaucher damit mit uns nach Punkten gleichgezogen wären.

So begannen wir nun gegen topmotivierte Berliner, die uns auch gleich das 0:1 einschenkten. Doch dann begannen wir zu spielen und konnten unsere Taktik des Forecheckings nutzen, um bis kurz vor der Pause durch Thomas und Lars in Führung zu gehen. Kurz vor dem Abpfiff pfiffen die Schiedsrichter ein Tor von Beate ab und gaben meiner Meinung nach unberechtigt Strafstoß für Dresden. Lars machte das Tor souverän gegen Conny, obwohl er durch Maskenflutung nichts mehr sehen konnte. Damit stand es 3:1 zur Pause. Die Schiedsrichter, nicht nur in diesem Spiel, waren äußerst schlecht. Die Unterwasser-Referees zeigten nach oben, der Spielleiter zeigte nach unten. Es kam auch vor, daß die UW-Schiris in zwei verschiedene Richtungen zeigten. Egal, an ihnen lag es aber nicht, daß wir nach der Pause vier Tore auf einmal bekamen und es somit plötzlich 3:5 stand. Die Berliner wechselten zur Pause zwei neue Spieler ein (u. a. Ausleih-Torpedo Achim), die eine verblüffende Wirkung zeigten. Schnell und direkt waren sie an unserem Tor und unsere Verteidigung stand nicht, weil die die Wechsel nicht klappten. Es war einfach unverständlich, wie wir ein 3:1 noch aus der Hand gaben! Peter konnte in diesem Spiel nur noch auf 4:5 verkürzen und trotz dem sich Conny seine Hand an Heides Maske verletzte, als er das letzte Berliner Tor machte und aufhören mußte, schafften wir kein Unentschieden mehr. Das Spiel an sich war kämpferisch von beiden Seiten sehr schön, doch unser Black-Out zu Beginn der zweiten Häfte war es nicht.

Nun waren die Berliner wieder dran, punktgleich mit uns, was hieß, daß wir unbedingt gegen Paderborn gewinnen mußten. Das war nicht so einfach. Nach dem ersten Spiel war die Stimmung verständlicherweise sehr bedrückt. Es war einfach unfaßbar. Doch diese neue Erfahrung wurde an diesem Tag noch mit einer anderen neuen Erfahrung kombiniert. Wir wußten, daß nur ein Sieg gegen Paderborn uns direkt aufsteigen läßt und der Druck war somit sehr groß. Aber unsere großartige Mannschaft konzentrierte sich und so gewannen wir 3:0. Jens, Bert und Peter machten die Tore in einem kämpferisch überzeugenden Spiel, in dem wir unser Forechecking auch konsequent umsetzten, was wenige Torchancen für Paderborn zuließ. Wir wurden zwar vom Spielleiter in der Pause angemahnt, nicht so hart weiterzuspielen, aber wir waren uns keiner Schuld bewußt. Da unser Torverhältnis im Vergleich zu den Berliner schon vor dem Spieltag besser war, wußten wir nach dem Abpfiff, das wir aufgestiegen sind. BUR I wir kommen!

Wie immer bei Torpedo war der anschließende Jubel nicht sehr groß, er wurde nur durch Heides Gefühlsausbrüche aufgelockert. Sowie durch den Champagner (echten!!), den sie spendierte. Wenn es so wird, wie die Gerüchte es verlauten lassen, werden wir in der nächsten Saison zusammen mit den Sporttauchern in der 1. Bundesliga spielen. Und das finde ich noch toller, das wird ein Spaß werden.

Wir sind zwar in diesem Jahr nicht so souverän wie vor zwei Jahren aufgestiegen (eine Niederlage, zwei Unentschieden) doch die Konkurrenz war härter. Dazu hat sich unsere Offensive verbessert (94 echte Tore) und das, wie immer, in der Abwehr. Mit Wolli, Dirk und Lars haben wir hinten unsere besten Stürmer. Danach kommen Ronny und Peter als echte Stürmer. Aber nicht zu vergessen ist unsere Defensive mit nur zehn Gegentoren! Was wir besonders in Paderborn gesehen haben, war, daß wir die taktische Marschrichtung Forechecking im Spiel auch konsequent umsetzen konnten, womit sich unsere strategischen Mittel erweitern.

Also auf gehts in die erste Liga!

Thomas


Kommentar:

Schöner Bericht, Thomas. Du hast vergessen, daß ich meine erste Strafzeit bekommen habe. ;-)

Ich habe noch eine Anmerkung. Unsere komplette Verteidigung war ja eigentlich zu Hause geblieben - so mußten unsere Sturm-Spieler in die Verteidigungs-Position, und das hat man schon gemerkt. Wir müssen vielleicht alle mal Verteidigung spielen. Daher sollten wir auch alle mal diese Position im Training üben.

Peter Zimmert hat am Sonnabend bei der Mannschaftstführer-Besprechung versichert, dass der BUR 2 nicht aus der Wertung genommen wird. Seine Begründung war, daß vor zwei Jahren die Regeln geändert wurden, nach denen eine Mannschaft aus der Wertung fällt, wenn sie zu "fünf Spielen an mindestens zwei Spieltagen" nicht antritt. Ich weiß nicht, was dran ist - ich kenne die Regeln nicht. Aber Peter ist SBL Nord und sein Wort zählt.

Damit sollte alles klar sein. Oder?

Und mit etwas Glück kann der zweite sogar ohne Relegation aufsteigen (aber die Sporttaucher schaffen es auch so!). Wäre doch schön, wenn man wieder so eine nette Mannschaft wie die Sporttaucher als Gegner hat.

Sport Frei!
Norbert

 
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