UNTERWASSERRUGBY



Saison: 2003/2004

 
 

20. September 2003

BUDWEIS CUP 2003 in BUDWEIS

Mit dabei waren:
Beate, Claudia M., Micha und Micha, Jörg, Frank und Frank, Heide, Ondra, Lars und Wolli

Am Samstag Morgen begannen wir mit drei Gruppenspielen und am Nachmittag gab es zwei Platzierungsspiele.

Das erste Spiel - Dresden : Darmstadt (0:7)

Das Gute zuerst: Wir hatte zwei positive Phasen in der Verteidigung (0-2 min und 6-8 min),in denen keine Tore fielen. Außerdem waren wir einige Male in Richtung des gegnerischen Tores unterwegs. (Hondra sogar ganz nah dran.)

Unsere Fehler: blinde Pässe, zu geringe Agressivität, fehlendes verständnis zwischen den Torwarten, das Gefühl für das kleine Becken fehlte (3,6 m tief, 10 m lang), keine Anspielpartner in der Offensive, mangelhafte Disziplin im Spiel

Gut: unter den Knäueln an der Oberfläche war fast immer auch einer von uns, keine Wechselfehler, Freistöße gingen nicht sofort verloren

Fazit: Faires Spiel, das fast die gesamte Ziet in unserer Hälfte verbracht wurde, unterbrochen nur von 2-maligem Hupen.

Das zweite Spiel - Dresden : Heilbronn (1:8)

Im Unterschied zum ersten Spiel traten wir deutlich agressiver auf. Nur das Abhupen der Tore hinderte unseren Spielfluß ein wenig. Wenn wir nicht in Bedrängnis waren, funktionierte unsere Defensive fantastisch. Das Tor schoß Micha G.

Fehler: lasches Anschwimmen (einer allein kann den Ball halt nicht sinnvoll passen). Durch die vermurksten Anschwimmen fielen allein in diesem Spiel etwa fünf Tore, keine Ordnung beim Rückzug und Anschwimmen. Fehlendes Ballgefühl (z.B. bei mir).Teilweise unglückliche Wechselzeitpunkte

Gut: drunterliegen unterm Knäuel, kein entscheidender Wechselfehler, passables Passspiel (laut Frank dank des Nachlassens unseres Gegners)

Fazit: Faires Spiel (wir waren sogar etwas brutaler) mit 85:15 % Spielanteil für den Gegner.

Das dritte Spiel - Dresden : Budweis (0:11)

Unser schwerstes Spiel bis dahin. Außer Heide und Micha G. glaubten alle (die ich befragte), wir hätten eher eine Zuschauerposition innegehabt. So wurden wir Zeuge einer Lehrstunde in agressivem, schnellem und taktisch gut eingestelltem Spiel. Um schnell die durch Jörgs Arm im Korb entstandene Pause zu überbrücken, ließ ich den Ball beim Strafstoß bereits nach Sekunden hinein.

Fehler: wir ließen uns einschüchtern/beeindrucken, Torwartmißverständnisse (außer Heide), konfuses Spiel ohne Linie, Wolli mit Schulter im Korb (war aber schon Tor, deswegen kein zweiter Strafstoß)

Gut: Lars: "Heide war beeindruckend schön und hinterließ glitzernde Kondensstreifen voller Dynamik und Eleganz." Micha fand, der Gegner ließe sich den Ball gut abnehmen. Unsere Anschwimmen gingen später verloren.

Fazit: Härteres Spiel mit wenig Anteilen für uns.

Das vierte Spiel - Dresden : Pforzheim (1:2)

Unser bestes Spiel bis dahin. Mit viel Engagement und starkem Willen konnten wir das Spiel einige Male an uns reißen und verbrachten viel Zeit fernab des heimischen Tores. Doch die Sehnsucht ließ uns dann schnell zurückkehren, um das 0:1 in Empfang zu nehmen. Ein schneller Gegenstoß von Heide (mit taktischer List von Micha) brachte das 1:1. Aber den Strafstoß einige Zeit später vermochte sie leider nicht zu halten. (Grund für den Strafstoß: meine Schultern im Korb, aber ohne Gegner in der Nähe)

Fehler: die Gegner konnten ohne entsprechende Reaktion das Spiel in die Breite ziehen. (In dieser Situation sollten eigentlich die Dackel mit raus gehen, und die Deckel allein bleiben, was aber nicht geschah). Offensive zu zaghaft.

Gut: wir ließen uns durch die immer trüber werdende Brühe nicht entmutigen, konsequentere und konzentriertere Spielweise, bessere Übersicht, Hondra sagt: "Wirr waren vorrn!" (sogar manchmal zu zweit oder zu dritt)

Fazit: ein fast ausgegelichenes Spiel aber mit vielen kritischen Szenen an unserem Korb und Sicht unter 5 m (kein Scherz).

Das fünfte Spiel - Dresden : Moskau (0:8)

Unser wechselhaftestes Spiel. Die Bewertung dieses Spiels teilte das Torpedolager in zwei Hälften. Viele fanden, daß wir trotz allem gut gekämpft hatten und ein packendes Abschiedsspiel erleben durften, andere waren der Meinung, das Spiel sei total an ihnen vorbeigegangen und grottenschlecht gelaufen. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit schied Heide wegen Schmerzen aus. In den nächsten Minuten erhöhte sich die Anzahl unserer Gegentore rapide, bis wir uns neu formierten und die letzten 4 1/2 Minuten (laut Claudia) ohne Gegentor überstanden.

Fehler: nach Heides Ausscheiden keine Ordnung und zu überhastete Angriffe, schlampiges Defensivverhalten von fast allen.

Gut: gute Kampfleistung, bessere Offensive, (leicht) gestiegenes Spielverständnis, schöne Zusammenspiele (Doppelpässe!)

Fazit: Spiel mit erschreckendem Ergebnis trotz packender Endphase.

Gesamtfazit:

Torwarte: ausbaufähige Leistung (viel zu viele Treffer), ich schlage vor, daß ihr im Training kritisiert und besonders mich auch härter angreift, damit die beschissenen Straftstöße bald mal aufhören, das geht mir nämlich echt auf den Keks.

Verteidigung: gute Einzelleistungen im Kampf aber unbefriedigende Abstimmung am Korb.

Angriff: durch zu geringe Unterstützung der Deckel und Dackel allein, aber dann manchmal auch blind im Angriff, ansonsten gut aggressiv.

Unsere Neuen und Wiederdazugestoßenen haben sich gut bewährt und sind im Laufe des Turniers besser in unsere Spielweise hineingewachsen. Mit den schon oft beweinten miserablen Voraussetzungen (hptschl. Trainingszustand) war bei diesem teils hochkarätig besetzetn Turnier nicht mehr zu schaffen. Dennoch ließ sich bei allen (mit denen ich Ball- oder Blickkontakt hatte) eine (kleine?) Verbesserung im Laufe des Turniers feststellen. Wir haben uns gegen die in allen Belangen überlegene Gegner recht wacker geschlagen. Ich bin allerdings skeptisch über den Lerneffekt gegen (viel) zu starke Gegner in zu kurzer Zeit in zu kleinen Becken.

Euer Wolli

P.S.: Dieser Bericht ist nicht nur auf meinem Mist gewachsen.

P.P.S.: Ich schlage vor, daß Beate ab jetzt nur noch allein oder in hoffnungslosen Situationen eingesetzt wird, da sie nur dann (siehe letztes Spiel) voll aufdrehen kann.

P.P.P.S.: Claudia findet Abfallwirstchaft ist Medizin sehr ähnlich. Und Heide und Ondra machen schöne Wetten.

 
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