UNTERWASSERRUGBY



Saison: 2002/2003

 
 

28./29. Juni 2003

Hochschulturnier in Heidelberg
DEM FINALE NUR KNAPP ENTGANGEN

Zur allgemeinen Hochschullage:

Die Dresdner Torpedos erkämpften sich den vierten Platz von 13 Mannschaften im städtischen Freibad von Heidelberg!

Am Freitag-Nachmittag machten sich sieben Dresdner Torpedos auf den Weg in das "zentral" (O-Ton Anne-Catherin (Spielleitung Heidelberg)) gelegene Heidelberg. Nicht ohne nochmal bei McDoof angehalten zu haben, kamen Wolli, Dirk, Heidelberg-Spezi Daniel, Holger, Neu-Torpedo Frank und Ondra und der Thomas 22.30 Uhr in Heidelberg an. Norbert ist zu dieser Zeit schon in Heidelberg angekommen und vergnügte sich auf einer Studentenparty. So konnte er leider nicht an der Stadtführung durch Daniel teilnehmen. Tour-Guide Daniel hatte viel zu tun mit seiner Reisegruppe, die ihn ständig mit Fragen löcherte (Wieviele Gullys hat Heidelberg? ... usw.).

Die Nacht zum Sonnabend wurde teilweise im Freien verbracht, der Mond schien nicht. Am Morgen stießen dann noch Carina, Christian und Dietmar aus Paderborn dazu und verstärkten uns. Und das machten sie nicht schlecht. Wir entschieden uns für folgende und später nicht (!) mehr geänderte Aufstellung:

  • Tor: Carina, Wolli, Nobert
  • Dackel: Holger, Dirk, Christian, Thomas
  • Angriff: Daniel, Ondra, Frank, Dietmar

Das Turnier fand in Heidelberg in einem sehr schönen Freibad statt. Ungefähr so wie in Pirna nur mit viel mehr Sonne. Das Becken war aus Edelstahl, fünf Meter tief und nicht zu lang. Beste Voraussetzungen, denn das Wasser war sehr angenehm.

Die Vorrunde wurde nach dem Dresdner System gespielt, bei der alle Mannschaften einen Kreis bilden und jede Mannschaft gegen seine drei rechten und linken Nachbarn spielt. Die Torpedos hatten dabei großes Losglück, denn wir spielten so gegen fünf nicht so starke Mannschaften.

Das erste Spiel war gegen den stärksten Gegner, der die Vorrunde ungeschlagen bewältigte. So verloren wir mit 0:3 gegen Nürnberg/Erlangen. Wie sich später herausstellte, war das wieder unser typisches "Erstes-Spiel-Syndrom". Der Gegner hatte nur sieben Spieler, war uns aber an Masse überlegen. Der Deckelwechsel klappte ganz gut, nur Kampfdackel Thomas hatte Probleme mit seiner neuen Rolle. Er traute sich zu spät vom Tor weg, so daß die Stürmer häufig allein waren. Das Spiel war meist vor unserem Tor, und Nürnberg machte viel Druck.

Doch im zweiten Spiel gegen Würzburg sollte alles besser werden. Wir machten sofort Druck, fingen an, selbst das Spiel aufzuziehen und die Abwehr wurde dabei miteingebunden, so daß es schnell 1:0 für Dresden hieß. Kampfdackel Thomas machte ein Tor nach schöner Vorarbeit von Frank. Überhaupt waren Frank und Ondra sehr gut, weil sie die Bälle sehr gut und lange verteidigten und immer besser wurden. Ein Gegentor kam dann aber auch, was durch einen Torwartfehler hervorgerufen wurde. Wir wollten aber nicht verlieren und so machten Wolli und Norbert den Sack zu und wir gewannen 3:1. Im ganzen Spiel waren wir sehr ballüberlegen und hatten natürlich noch einige Chancen mehr.

Nach den vorherigen Ergebnissen unseres nächsten Gegners Karlsruhe wußten wir schon, daß das ein Gegner war, den wir schlagen können. Sie waren uns laut Wolli sogar körperlich unterlegen und hatten nur eine Chance. Wir gewannen deutlich mit 7:0 (Tore: Christian, Wolli, Thomas, Frank, Daniel, Wolli).

Beim nächsten Gegner waren die Vorzeichen ähnlich, und wir wollten auch wieder gewinnen. Doch ein kleines Hochgefühl schlich sich ein und damit auch die Fehler. Konstanz nutzte einen Fehler zum 1:0 aus und dabei blieb es auch (der Dackel wurde untertaucht und der Wechsel-Deckel hat´s nicht mehr geschafft rechtzeitig auf den Korb zu kommen). Sie waren nicht sehr stark und wir hatten weit mehr Chancen. Nach dem Gegentor war der Spielaufbau aber zu hektisch und viele Chancen wurden so nicht genutzt. Das Ergebnis hätte nach unseren Möglichkeiten nicht sein müssen. Auf dem Weg vom Schwimmbecken zurück zu unserem Basislager mußten wir demütigenderweise an jubelnden Konstanzern vorbei.

Auch vom nächsten Gegner aus Mainz wurden schlechte Egebnisse übermittelt, doch diesmal wollten wir sie nicht unterschätzen. Wir spielten teilweise sehr souverän und gewannen mit 9:0 in 12 Minuten! Leider wurde auf dem Spielprotokoll nur ein 8:0 vermerkt. Der Gegner hatte keine einzige Chance. Die Tore machten Dirk, Thomas, Wolli, 2x Christian und 3x Daniel (incl. 1 Strafstoß). Trotzdem wurden einige Chancen durch zu ungenaues Paßspiel am gegnerischen Korb nicht genutzt .

Nun fing das große Rechnen an. Wir wußten, daß wir das letzte Vorrunden-Spiel gewinnen müssen und daß wir dann eine Chance auf´s Halbfinale haben. Wir wollten konzentriert spielen und wußten aber auch, daß Münster zu schlagen war, obwohl sie ein anderes Kaliber als Mainz waren. Dieses Spiel hat mir persönlich mit am besten gefallen. Es war ein echtes Kampfspiel, der Gegner war sehr stark, nur nicht sehr ballsicher. Wir erkämpften uns aber diesen Sieg in einem spannenden und fairen Spiel mit 3:0 durch Tore von Carina/Daniel, Thomas und Christian.

Damit war unsere Vorrunde beendet, aber nicht die ganze. Weil es ziemlich spät geworden ist, wurden die drei letzten Vorrundenspiele auf den Sonntag verschoben. Wir rechneten und bekamen heraus, daß am Sonntag Marburg ein Spiel mit 15:0 gewinnen mußte, um uns aus dem Halbfinale zu stoßen. Das schafften sie natürlich nicht, so daß wir im Halbfinale als Vierter der Vorrunden standen. Wir hatten wie drei andere Mannschaften die selbe Punktzahl, konnten sie aber verdrängen, weil wir das bessere Torverhältnis hatten. Und nicht nur die bessere Tordifferenz sondern auch absolut mehr Tore! Wann gab es das schonmal?!

Der Sonnabend-Abend begann mit einem Sonnenaufgang, denn Heide überraschte uns mit Ihrer Anwesenheit. Und so ging es dann weiter mit dem "Veteranentreffen", Weltmeisterin Antje (ich habe mir immernoch nicht die Hand gewaschen, mit der ich sie begrüßte) und Outsider Thomas R. (:-)) trafen zur Party ein. Leider spielte Thomas dann für Gießen um Platz 10 und nicht im Halbfinale.

Am Sonntag hatten wir nun das Halbfinale zu bestreiten, was am Sonntag-Morgen aber nur wir wußten. Nach den letzten drei Spielen der Vorrunde wurde lange gerechnet und nach mehreren Kontrollrechnungen der Spielleitung konnte man das "überraschende" erste Halbfinale mit den Gegnern Nürnberg und Dresden verkünden. Wolli hatte vor dem Spiel den richtigen Riecher und hatte keinen richtigen Respekt vor Nürnberg. Und so spielten wir dann auch. Die erste Spielhälfte ging klar an uns. Unser Spiel sah ganz anders aus als am Vortag - wir machten das Spiel. Forechecking und Druck auf das Nürnberger Tor bildeten die Ereignisse und sehr zeitig machte Wolli das 1:0! Jubel vor den Fernsehern und Rundfunkempfängern. Doch in der Mitte des Spiels wurden die Nürnberger stärker und aggressiver. Das Spiel ging an die Kondition und wurde enger. Die Nürnberger hatten schon Chancen doch unsere Deckel hielten gut und teilweise auch allein sehr lange durch. Besonders Carina hat das prima gemacht. Nürnberg brillierte nicht durch Spielkunst sondern spielte meist an der Oberfläche mit viel Kraft und Körpereinsatz. Zwanzig Sekunden vor Schluß führte ein Fehler zum entsetzlichen Gegentor. Es wechselten gleichzeitig zu viele Spieler bei uns aus und Carina mußte sich nun sehr lang allein gegen zwei Gegner behaupten. Leider schaffte sie es nicht. Nach dem Wiederanpfiff blieben uns nur noch Sekunden.

Die Verlängerung startete nun sehr schlecht für uns. Wir hatten niemanden für das Anschwimmen eingeteilt und die Nürnberger spielten nun ganz schnell auf unser Tor und machten das Goldene für sich. Schade, schade es war so knapp ... haarscharf am Finale vorbeigeschrammt. Wir hatten die Chancen zum 2:0 nicht genutzt, um die Sensation zu schaffen.

Das Spiel um Platz drei gegen Aachen endete ebenso unglücklich 1:0. Es hätte auch andersherum enden können. Die Verteidigung fehlte beim Gegentor. Dirk konnte in diesem Spiel einen Strafstoß gegen Aachen halten, bei dem der Gegner zweimal innerhalb der 45 Sekunden aufgetaucht ist.

Wenn man das Finale mitbetrachtet, welches Göttingen mit 1:0 gegen Nürnberg gewann, wobei Nürnberg mehr Spielanteile hatte, konnte man erkennen, daß wir mit den vier Halbfinalisten gut mithalten konnten.

Damit wurden wir Vierter und haben unser Ergebnis von Paderborn 2001 wiederholt.

Das ganze Turnier hat mir sehr großen Spaß gemacht, es war wieder eine super Truppe, mit der ich auch mit dem KSB-Bus nach Sydney fahren würde, um dort die offenen australischen Meisterschften zu gewinnen.
(Was mich immer wieder verwundert ist, wieviel Stuss man ein ganzes Wochenende lang erzählen kann, ohne das man bleibende Schäden davon trägt! Oder?)

Thomas

Das Ergebnis:

  1. Göttingen
  2. Erlangen-Nürnberg
  3. Aachen
  4. Dresden
  5. Würzburg
  6. Marburg
  7. Darmstadt
  8. Heidelberg/ Konstanz
  9. Gießen
  10. Münster
  11. Karslruhe
  12. Mainz
 
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